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Grundschule, Grundsätze und Prinzipien

I Grundschule

In der Grundschule erlernt und verbessert der TKD-Sportler alle Techniken des Taekwondo, d.h. alle Tritte, Schläge, Schritte und Kombinationen der verschiedenen Techniken. Sie ist das Grundgerüst der Sportler.

Christian in Grundstellung Dwit Gubi, mit Handtechnik-Kombination Sonnal Olgul und Sonnal Bakkat Makki

I.I Techniken

Technik-Übungen sind im Taekwondotraining meist Hauptbestandteil der Grundschule. Hier erlernt der Schüler neue Hand- und Fußtechniken und festigt diese durch gezieltes Wiederhohlen. Die Sportler beginnen mit einfachen Techniken, wie etwa einem Fauststoß oder einem Tritt bis hin zu schwierigen Kombinationen der verschiedenen Techniken. In der Grundschule erlernt und verbessert der Sportler auch die verschiedenen Kampf- und Verteidigungsstellungen, aus denen heraus gute Techniken erst möglich sind. Gleichgewicht, Körperkontrolle, Präzision und Konzentration werden in der Grundschule gezielt eingeübt und stetig verbessert.


I.II Einschritt-Kampf (Ilbo Daeryeon)

Der sogenannte Einschritt-Kampf ist ein Übungskampf mit einer vorher festgelegten Technik-Reihenfolge gegen einen Gegner. Die Hand- oder Fußtechniken werden jedoch nicht bis zum Auftreffen auf den Gegner durchgeführt, sondern kurz vorher gestoppt. Diese Übungen schulen die Präzision und Kontrolle des ausführenden Sportlers. Durch diesen Übungskampf werden die in der Grundschule erlernten Stellungen, Techniken oder Kombinationen nicht in die Luft, sondern auf Distanz gegen einen Partner angewendet. Die TKD-Sportler können durch diese Übungen ein gutes Partner- und Distanzgefühl aufbauen, welches später extrem wichtig für die Selbstverteidigung ist!

I.III Stilrichtungen der Grundschule

Im Taekwondo gibt es wie in vielen anderen Kampfsportarten verschiedene Stilrichtungen. Die verschiedenen TKD-Stilrichtungen stammen aus der tiefen Vergangenheit und Geschichte der asiatischen Kampfkunst. Die Stilrichtungen unterscheiden sich dadurch, dass die Techniken unterschiedlich ausgeführt werden. In der Stilrichtung Oh Do Kwan führen die Sportler die Techniken in langen und lineare Bewegungen aus. Bei Song Do Kwan ist es wichtig auf kurze und runde Bewegungen zu achten. Weitere sehr bekannte Stilrichtungen sind unter anderem: Han Moo Kwan und Jung Do Kwan.


II Grundsätze im Kampfsport

Taekwondo ist eine Sportart, bei der man lernt, wie man kämpft. In unserem Verein legen wir daher größten Wert auf gegenseitige Achtung, Respekt, korrektes Verhalten im Verein und auch privat sowie diszipliniertes Auftreten. Sportliches verhalten gegenüber dem Gegner, dem Kampfgericht und vor allem in der Öffentlichkeit sind die höchsten Grundsätze im Kampfsport. Wir nehmen nur Sportler bei uns auf, die sich in der Kampfkunst oder im Wettkampf messen und verbessern wollen, aber niemals andere Menschen mutwillig verletzen. Nur wer diese Grundsätze achtet, ist in unserem Verein willkommen.


III Prinzipen des Taekwondo

Konzentration

Die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen.

Reaktionskraft

Gegnerische Kraft plus eigene Kraft ergibt die Kraft, die auf den Gegner einwirkt.

Gleichgewicht

Ein Angriff wird wirksamer und die Abwehr wird stabiler, wenn sich der Körper im Gleichgewicht befindet.

Schnelligkeit

Je höher die Geschwindigkeit, desto größer ist die wirksame Kraft.

Masse

Je größer die am Schlag beteiligte Masse (Hüfte und gesamter Körper, nicht nur das schlagende oder tretende Körperteil), desto höher ist die wirksame Kraft.

Atemkontrolle

Spannt man die Bauchmuskulatur im Moment des Schlages an (Ausatmen und Pressen), erhöht sich die Schlag- und Schutzwirkung. Durch den Kampfschrei (Ki Hap) erhöht sich diese Wirkung.